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Sonntag, 22. Oktober 2017

Jubiläum (Bericht und Bilder)

Die Abteilung Tischtennis des ASV Bellenberg hat ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Zu diesem Anlass spielten alle drei Mannschaften des ASV am letzten Spieltag der Saison 2015/2016 zeitgleich zuhause. Nach den Spielen bot Abteilungsleiter Hubert Keilwerth in seiner Rede einen kleinen Rückblick über die vergangenen 50 Jahre und anschließend ehrte Bezirksvorsitzender Otto Simon etliche Spieler für ihre langjährige Aktivität im Tischtennissport. Das Jubiläum fand einen würdevollen Ausklang mit einem Festakt.

Hubert Keilwerth begrüßte neben Otto Simon ebenso den Vorsitzenden des ASV Bellenberg, Wolfgang Schrapp, und Sponsor Thomas Lämmle von der Firma Läsko. Keilwerth blickte auf das Jahr 1966, in dem sich einige Spieler in unregelmäßigen Abständen im Saal des Gasthofes „Traube“ zum Tischtennisspiel trafen. Zu diesen Hobbyspielern gesellten sich bald Jugendliche und Aktive, die über Wettkampferfahrung aus anderen Vereinen verfügten. Sie zeigten ihre Bereitschaft, in einer Mannschaft in Bellenberg zu spielen, und so reifte der Gedanke an eine eigene Tischtennis-Abteilung.

Die Spieler schlossen sich daraufhin 1966 dem ASV an, der sich damals anderen Sportarten wie beispielsweise Gewichtheben, Ringen und Rasenkraftsport verschrieben hatte. Als erster Abteilungsleiter fungierte von 1966-1969 Karl Dreher, seine Stellvertreter waren Ernst Heidl und Klaus Bürzle. Als Trainingsmöglichkeit stand ein Raum im Keller der heutigen Turn- und Festhalle zur Verfügung, in dem jeden Sonntag um 10 Uhr trainiert werden durfte.

„Die erste schwierige Aufgabe der noch jungen Abteilung war es, Tischtennistische für den Trainings- und Spielbetrieb in Eigenregie zu beschaffen. Eine von Gönnern spendierte Spanplatte und private Tischtennisplatten waren das Startkapital. Auch die Erlöse aus den damals von uns in Bellenberg durchgeführten Altpapier- und Alteisensammlungen wurden zur Finanzierung der Sportgeräte herangezogen“, sagte Keilwerth.

Von 1969 bis 1974 leitete Rudi Cermak die Geschicke der Tischtennisspieler. Rudi Fuchs war in dieser Zeit neben seiner Tätigkeit als Übungsleiter auch Kassier der Abteilung. Neben den bereits erwähnten Funktionären waren Josef Swoboda, Dieter Bretzel, Kurt Lelewel, Rudi Mohnert, Herwig Merkle, Leopold Vogt, Werner Bräuer und Hubert Keilwerth Männer der ersten Stunde. Ab 1974 bis heute, also seit 42 Jahren, ist Hubert Keilwerth Abteilungsleiter, was er immer gern wahrgenommen habe, weil seine Abteilung stets unkompliziert gewesen sei.

In der Vergangenheit wurde der Fokus nicht nur auf die aktiven Herrenmannschaften gelegt, sondern auch auf die Jugend. „Zu den besten Zeiten hatten wir zwei Mädchenmannschaften, wovon eine sogar in der Bezirksklasse spielte, und eine Jungenmannschaft. Während die Mädchenmannschaften schon seit langer Zeit nicht mehr existieren, mussten wir leider auch die Jungenmannschaft vor drei Jahren abmelden. Auch das Kinder- und Jugendtraining wurde ein Jahr später, im Jahr 2014, eingestellt“, bedauerte Keilwerth und bezeichnete diese Tatsache als eine der wenigen Tiefen der letzten 50 Jahre.

„Was so klein, aber mit großem Engagement begann, hat sich in all den Jahren zu einer stattlichen Sparte im ASV entwickelt. Wir sind von einer geduldeten Abteilung zu einer Vorzeigeabteilung des Vereins geworden. Wir haben nun etwa 35 Mitglieder und nehmen am Spielbetrieb mit drei aktiven Mannschaften teil. Mit der ersten Mannschaft starten wir in der Bezirksklasse, was die höchste Klasse ist, in der wir je gespielt haben. Die zweite Mannschaft spielt in der Kreisklasse A und die dritte in der Kreisklasse B. Schön ist, dass wir auch einige Hobbyspieler haben, die im Winter Tischtennis spielen und im Sommer radfahren“, erklärte Keilwerth.

Keilwerth erwähnte Erfolge wie zum Beispiel diverse Meisterschaften und den Gewinn der Kreispokales B sowie die Qualifizierung im vergangenen Jahr für das Final-Four-Turnier der besten Pokalmannschaften im Bezirk. Als weitere Höhepunkte nannte er die Hüttenausflüge, Grill- und Pizzafeste, die Beteiligung an Fußball- und Volleyballturnieren, dem Start bei den Deutschen Meisterschaften im Tauziehen, der Besuch von „Blickpunkt-Sport“ und anderen Sportveranstaltungen, gestellte Maibäume, Schafkopfturniere, die jährliche Ausspielung des Erdinger-Cups und ein Sondertraining mit dem russischen Spitzenspieler Dimitrij Mazunov. Am Jubiläumstag wurde aber auch an die Verstorbenen gedacht: Karl Schmid, Erich Wagner, Peter Böck und Joachim Eckerle.

Zu guter Letzt bedankte sich Keilwerth bei allen, „die durch ihren Idealismus und durch ihr Engagement dazu beigetragen und dafür gesorgt zu haben, dass der ASV das ist, was er heute ist. Ihnen gilt mein herzlicher Dank. In unserer schnelllebigen Zeit ist es nicht immer einfach, genügend Mitstreiter für einen Verein zu finden und so bedanke ich mich beim Tischtennisverband und unserem Hauptverein, bei allen jetzigen und ehemaligen Funktionären, Übungsleitern, Mannschaftsführern und Spielern, bei allen anderen Helfern innerhalb der Abteilung, bei den Hausmeistern der Turn- und Festhalle, bei der Firma Läsko-Lämmle für die neuen Trikots, beim Organisationskomitee dieses Abends und bei allen, die in vergangenen 50 Jahren für ein reibungsloses und harmonisches Miteinander innerhalb der Abteilung sorgten.“

Im Anschluss ehrte Bezirksvorsitzender Otto Simon die Spieler Werner Bräuer, Franz Heinrich, Walter Ihle, Hubert Keilwerth, Helmut Schüttlöffel, Leopold Vogt für ihre 40-jährige Spielertätigkeit. Sie erhielten eine Urkunde und die goldene Nadel des Tischtennisbezirkes. Für 25 Jahre Spielertätigkeit und damit eine silberne Nadel erhielten Markus Bachmaier, Reinhard Dinter, Günther Dreher, Otto Eck, Andreas Foukery, Stefan Freymiller, Jochen Kast, Marc Kukofka, Falko Lantzsch, Klaus Mohnert, Günter Pfluger, Reiner Pöpperl, Armin Schätz, Manfred Seibold. Das Jubiläum klang in einem gemütlichen Festakt aus.

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